Die häufigsten Gründe für eine Abmahnung in Anzeigen

Welche Fehler Sie auf jeden Fall vermeiden sollten, um nicht andere Makler im Wettbewerb zum Abmahnen zu animieren:

1. Anbieterangaben

Die Angaben zum Anbieter des Objektes müssen vollständig sein und den gesetzlichen Vorschriften entsprechen. Hier passieren häufig Fehler im Impressum und vor allem beim Anbieten von Objekten in sozialen Netzwerken wie Facebook, Instagram und Twitter.

2. Gewerblichen Charakter nicht verschleiern! (§ 6 Abs. 2 WoVermittG)

Sie sind Makler, seien Sie stolz darauf, Profi zu sein und versuchen Sie nicht, dies zu verschleiern oder sich als Privatperson darzustellen. Am Ende möchten Sie eine Provision erhalten, daher sollten Sie dies nicht verschleiern. Nennen Sie den Namen des Wohnungsvermittlers (LG Düsseldorf, Urt. v. 16.01.2002, Az.: 12 O 172/01).

3. Falsche Preisangaben. Es ist anzugeben, was das Objekt unterm Strich insgesamt kostet

  • a) Nebenkosten benennen (§ 6 Abs. 2 WoVermRG)
  • b) Bruttokaltmiete nicht ausreichend (LG Berlin, U. vom 20.04.1999, 15 S 6/98)
  • c) Warmmiete oder Endpreis angebenNur qm Preise verstoßen gegen die PAngV. Dies ist jedoch gemäß BGH nur ein Bagatellverstoß (Urt . v. 05.10.2000, Az.: I ZR 210/98)
  • d) Gehört eine Garage dazu, darf diese nicht einfach rausgerechnet werden. Der Gesamtpreis muss dies mit umfassen (OLG Düsseldorf, Urt. v. 29.07.1999, Az.: 2 U 52/92)
  • e) Wenn ein Kaufobjekt angeboten wird, muss auch der Kaufpreis angegeben werden. Nur die Angabe der zu erwartenden monatlichen Belastung reicht dagegen nicht aus (LG Stuttgart, Beschl. v. 03.03.2004, Az. 38 O 06/04)

4. Provisionsangaben und Maklercourtage

Der Maklerlohn (Ihre Provision) ist gemäß Preisangabenverordnung (PAngV) inklusive Mehrwertsteuer anzugeben und nicht zzgl. MwSt. (LG Bielefeld, 17 O 122/13)
Die Angabe „ohne Maklergebühr“ bzw. courtagefrei wurde hingegen als zulässig eingestuft. (OLG Hamburg, 26.10.2000, Az. 3 U 42/00)

5. Energieausweisangaben

Seit dem 1. Mai 2014 sind die Angaben zum Energieausweis gem. §16a EnEV Pflicht.

Neuerungen mit der EnEV 2014 für Pflichtangaben in Anzeigen (§16a EnEV).
(1) 1Wird in Fällen des § 16 Absatz 2 Satz 1 vor dem Verkauf eine Immobilienanzeige in kommerziellen Medien aufgegeben und liegt zu diesem Zeitpunkt ein Energieausweis vor, so hat der Verkäufer sicherzustellen, dass die Immobilienanzeige folgende Pflichtangaben enthält:1. die Art des Energieausweises: Energiebedarfsausweis oder Energieverbrauchsausweis im Sinne des § 17 Absatz  1 Satz 1,
2. den im Energieausweis genannten Wert des Endenergiebedarfs oder Endenergieverbrauchs für das Gebäude,
3. die im Energieausweis genannten wesentlichen Energieträger für die Heizung des Gebäudes,
4. bei Wohngebäuden das im Energieausweis genannte Baujahr und
5. bei Wohngebäuden die im Energieausweis genannte Energieeffizienzklasse.2Bei Nichtwohngebäuden ist bei Energiebedarfs- und bei Energieverbrauchsausweisen als Pflichtangabe nach Satz 1 Nummer 2 der Endenergiebedarf oder Endenergieverbrauch sowohl für Wärme als auch für Strom jeweils getrennt aufzuführen.

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SCHRÖDTER berät Sie vor allem in folgenden Bereichen:

  1. Abmahnungen - wenn Sie eine erhalten haben oder aber das Verhalten eines Mitbewerbers abmahnen müssen.
  2. Impressum – Prüfung und Erstellung
  3. Website: Gestaltung der Webseite, insbesondere Preisangaben in den Objektangeboten
  4. Energieausweisangaben nach der EnEV
  5. Datenschutzerklärung
  6. AGB
  7. Widerrufserklärung
  8. Immobilienportale: Ihr Auftriftt bei Immobilienbörsen
  9. Geldwäschegesetz
  10. Gestaltung von Anzeigen
  11. Markenrecht / Domainrecht
  12. Geltendmachung von Provisionsforderungen
  13. Abwehr unberechtigter Provisionsansprüche

RA Petja Schrödter steht für alle rechtlichen Fragen rund um Ihre Maklertätigkeit zur Verfügung

RA Dipl. jur. Petja Schrödter
RA Dipl. jur. Petja Schrödter

Diplom Jurist und Rechtsanwalt

0221 / 300 72 71

Petja Schrödter
Rechtsanwalt Dipl. jur. Petja Schrödter ist Jurist mit umfassendem technischen Wissen. Er erwarb seine Kenntnisse schon auf einem Spezialgymnasium mit math.-nat.-techn.-inf. Profil. Er studierte International Relations an der TU Dresden. Anschliessend war er mehrere Jahre als selbständiger Webdeveloper und Consultant tätig. Er studierte Rechtswissenschaften mit dem Schwerpunkt Medienrecht und Kommunikationsrecht an der Universität zu Köln und leistete sein Referendariat am LG Köln, unter anderem bei der Abteilung für Computerkriminalität bei der Staatsanwaltschaft Köln, Abteilung für Mietrecht am AG Köln, einer Medienrechtskanzlei und den Rechtsberatern der Luftwaffe ab. Petja Schrödter war mehrere Jahre bei Telefonica o2 Germany tätig und arbeitete bei Huawei und übernahm hier auch Aufgaben als Analyst zur Prozessoptimierung.Der Kölner Anwalt war während seines Studiums Mitarbeiter und am Institut für Medienrecht und Kommunikationsrecht an der Universität zu Köln bei dem er auch promoviert.

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